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20110402

Ausstellung: Female Stoneage – verlängert bis 08.04.2011

Ausstellung vom 18.02. – 08.04.2011 in Friends und Kunst Bar, Schivelbeiner Str. 6, 10439 Berlin (S Schönhauser Allee); geöffnet Mo – So ab 20 Uhr

20101125

Great Love Affairs – Bücher (I): Aus meiner Kindheit

Die Bücher meiner Kindheit repräsentieren ein christlich-westliches Weltbild par excellence:

Cilly Schmitt-Teichmann / Charly Greifoner: Die Struwwelliese

Ich bekam das Buch zur Einschulung. Kurze Zeit später konnte ich es auswendig. Es handelt von einem kleinen Mädchen; sie tat allerlei Dinge, die sie nicht tun sollte, und die Dinge, die sie tun sollte, tat sie nicht. Am Ende wird sie von einem Auto angefahren, als sie beim Lesen eines Buches die Straße überquerte. Mit einem gebrochenen Bein ist sie von da an – geläutert – ein braves Mädchen. Zum Glück nimmt der moralische Läuterungsteil im Buch nur einen kleinen Teil ein! Dieses verlotterte, ungezogene, freie Mädchen ist einfach wunderbar!!

Louise Fatio-Duvoisin: Das große Buch vom Glücklichen Löwen

Ein rühriges Bilderbuch über einen Zoo-Löwen, der sein Glück sucht und dabei viele Abenteuer erlebt. Die Bilder und die Geschichten sind einfach süß.

Astrid Lindgren: Nils Karlsson-Däumling

Die Geschichte eines einsamen Jungen, der sich mit einem Däumling anfreundet, der die Mäusewohnung in der Wand seines Zimmers gemietet hat. Eine zarte Freundschaft entsteht.

David Henry Wilson: Ashmadi

Aschenputtel aus Sicht der Ratte Robert, der – als Einzelgänger und nachdenklicher Charakter – zum Kutscher für Aschenputtels Kutsche verwandelt wird. Bei der Rückverwandlung bleibt Robert die menschliche Sprache erhalten und er erlebt viele Abenteuer.

Mark Twain: Die Abenteuer des Huckleberry Finn

Huckleberry Finn war mir immer viel sympathischer als Tom Sawyer, er lebte so frei und authentisch.

Karl May: Durch die Wüste

“Durch die Wüste” steht exemplarisch für all die Bücher von Karl May. Karl May-Bücher waren die größte Leseleidenschaft meiner Kindheit. Bei meinen Altersgenossen war das total “out”. Meine Vater gab mir den ersten Band. Die ersten Leseversuche scheiterten, denn die ersten 40 Seiten von “Durch die Wüste” gehen über irgendetwas zum Einschlafen Langweiliges wie die Beschreibung von Hadschi Halef Omars Bart und Ahnenreihe oder so. Doch dann… Ich las sie immer und immer wieder, nächtelang mit Kerze und verstopftem Schlüsselloch und Türspalt, damit es meine Eltern nicht merkten. Sie merkten es aber trotzdem manchmal! Ich frage mich heute noch wie.

Edward Bulwer-Lytton: Die letzten Tage von Pompeji

Auch ein Buch, das ich von meinem Vater habe. Eine tolle Abenteuer- und Liebesgeschichte, in der es auch um frühes Christentum geht, zur Zeit des Ausbruchs des Vesuvs 79 n. Chr.

Erich Maria Remarque: Die Nacht von Lissabon

Ein weiteres Buch meines Vaters. Ich las einen ganzen Haufen Bücher von Remarque, aber dieses war mein Lieblingsbuch. Es spielt in einer einzigen Nacht 1942 in Lissabon, wo einem verzweifelten Flüchtenden Schiffskarten nach Amerika angeboten werden. Der einzige Preis hierfür ist es, die Geschichte des Mannes, der ihm die Tickets anbietet, anzuhören – über dessen eigenen Weg bis zu jenem Abend in Lissabon.

Irina Korschunow: Die Sache mit Christoph

Ein Jugendbuch über einen jungen Außenseiter, der sich umbringt – soweit ich mich an die Geschichte erinnere.

20101118

Weiblicher Raumohnekonzept

100_6700 (c) Naseen Kiliani100_6697 (c) Naseen Kiliani

Jungs, ich kann’s nicht lassen, sie muss auch mitmachen. Weil ich eben im Sessel nach oben blickte.  – Als sie neu war, bekam ich jedesmal einen Lachanfall, weil sie so riesig ist! (Durchmesser: 90 cm). Im Zimmer ist es, als wäre der Mond im Raum. Es hängt ein kitschiges Herzchen dran, das ich geschenkt bekam. Sie ist jetzt fünf Jahre alt und ich find sie immer noch toll. Ob’s noch größere gibt?

Originalraumkonzepte und gleichzeitig zwei meiner Lieblingsblogs: Zeichenblock und Painter’s Storyboard

20101117

Kroatien

Ich wurde Sommer 1971 in Kroatien (Finnland, Canada, Israel) gemacht.
Mein erster Freund (1987-89) ist Halbkroate (-finne, –canadier, –palästinenser). Er sah aus wie Remington Steele in Robert-Smith-Outfit und benahm sich wie er sich die Reinkarnation von Jim Morrison vorstellte. Über seinem 80iger-Jahre-Bett hing dieses schöne Dead-Kennedys-(Frankenchrist?)-Giger-Poster, das wurde dann glaub ich verboten. (Damals gab’s noch richtige Skandale: Jeanny von Falco etc.)
Seine Mutter kochte unglaublich leckeres Tintenfischrisotto mit schwarzer Tinte und nannte mich Wurmi – mit kroatischem (finnischem, canadischem, arabischem) Akzent.
Tintenfischrisotto hat auch Blixa Bargeld ca. 1995 mal im Fernsehen bei Bio gekocht.
Ich habe mir das Rezept schicken lassen. (Ich hab es nie gekocht.)
1986 (1991, 1990, 1999) war ich das bisher einzige Mal in Kroatien (Finnland, Canada, Israel). Schade eigentlich.

20101116

In Meeres Mitten

In Meeres Mitten (c) Naseen Kiliani

20101101 In Meeres Mitten; Öl und Ölkreide auf Leinwand; 40 x 40 cm – verkäuflich

Meine Oma ist zweiundneunzig. Sie hat zehn Kinder, davon sind neun verheiratet, niemand geschieden. Sie hat fünfzehn ehelige Enkel, davon sind sieben verheiratet, fünf liiert, zwei single und eine geschieden (und wahrscheinlich single). Sie hat zehn ehelige Urenkel. Am Sonntag war ein Familienfest und alle waren da. Mit den Angepartnerten sind es siebenundfünfzig (und mindestens noch dreißig andere, Kaminkehrer und so). Wahrscheinlich passen diese Werte nicht zu den üblichen Statistiken bezüglich Familiengröße, Scheidungsraten, Familienstreitigkeiten etc.

Neulich hatte ich eine Diskussion mit einem alten Freund, den ich seit über 20 Jahren kenne, über den “Wert” von Familie. Da wurde mir klar, wie weit ich inzwischen davon entfernt bin, diesem Konstrukt  “Familie” allzu viel Bedeutung beizumessen…

20101109

Nachtrag: Unglaublich – ich kann schon fliegen!

Tierfamilientest (c) Naseen Kiliani

Eine verwegene Frisur habe ich ja. Das deutet alles auf ein Frisörtrauma hin!! Und das ist bekanntlich unheilbar. Ich wusste bis heute nicht, dass ich darunter leide. Aber ich lerne schnell… Ja, ich erkenne mich deutlich wieder in diesem Portrait meines Unterbewusstseins.

Baumtest und Tierfamilientest

Heute interessierte ich mich dafür, was die typischen Spiele von Mädchen in verschiedenem Alter seien. Im Internet fand ich fast nur Mangelliteratur. Überall mangelt es. Die Entwicklung der Kinder wird immer anhand dessen beschrieben, was sie alles noch nicht können. Ein Kind ist also ein Mängelexemplar des Erwachsenen. Und massenweise wird Aggressivität bei Mädchen themati- und problematisiert. Beim Lesen wurde ich auch aggressiv!!! Auch scheint man sich nicht einigen zu können, wer benachteiligter ist, die Jungs oder die Mädchen. Außerdem sind die bösen Männer ein Problem, weil sie Frauen bzw. Mädchen zum Objekt machen und ihnen z.B. auf der Straße nachpfeifen. Und die armen Mädchen sind Opfer. Die armen Jungs auch, weil ja jetzt lange genug die Mädchen aufgrund ihrer Benachteiligung bevorzugt wurden und nun die Jungs die Benachteiligten sind. Am Ende der furchtbaren Suche landete ich auf einer Seite mit psychologischen Tests für Kinder, die noch ein Trauma brauchen. Das musste ich natürlich sofort ausprobieren. Keine Ahnung, welches Trauma ich jetzt habe und in welchem Alter ich gerade bin.

Test (c) Naseen Kiliani

20101108 Jetzt kommt das Trauma ans Licht!! links: Baumtest; rechts: Tierfamilientest

Aufgabe Baumtest: Male einen Baum, der dann (frauenzeitschriftspsychologisch, aber unter dem Label der Wissenschaft) gedeutet wird.
Aufgabe Tierfamilie: Male deine Familie als Tiere. Nummeriere und bezeichne die Mitglieder in der Reihenfolge, wie sie gemalt wurden. Was du als deine Familie definierst, ist dir überlassen. Das wird dann gedeutet.

20101106

Portfolio Update (Stand 06.11.2010)

Hier steht mein aktualisiertes Portfolio zum Download bereit. Die aktuellste Version des Portfolios ist immer in der oberen Navigationsleiste unter "Portfolio Download" zu finden.

20101103

Ich lasse mich lehren und leeren

Ich lasse mich lehren und leeren indem ich einfach male und nicht male…
Ich fand gerade diesen wunderschönen Artikel übers Malen von Ken Kewley auf der Seite von The Jerusalem Studio School. Hier ein paar Zitate:
“Knowing how to paint may not be good. This is not heart surgery. It is better when things have to be figured out each time. Getting lost is not dangerous in painting.”
“The painting is the result of the process of painting. Do not anticipate this. Forget that you are painting a painting, and even more, that it is a picture.”
“The secret (your methods) to painting needs to be discovered everyday. This is necessary because these secrets only work for a little while. Having painted awhile there is more to unlearn than to learn.”
“I do not know if I could have figured out yesterday what is clear today. What I do today is different than what I would have done yesterday. In this way slowness has a large impact. Slow looking, working quickly, day after day.”
“Many things are invented when one tries to repeat the past and fails through misunderstanding.”
“You must be willing to get rid of anything. Painting is visual poetry.”
“Stop at the thought of stopping.”

20101019

Interessantes zu Hummern und Rotkehlchen!

372px-Erithacus-rubecula-melophilus_Dublin-Ireland “Die sehr langlebigen Hummer werden in voll ausgewachsenem Zustand bis zu 70 cm lang und 9 Kilogramm schwer. Dies ist jedoch die Ausnahme; meist sind die Tiere kleiner als 30 cm und wiegen etwa ein Kilogramm.”
“Es wird geschätzt, dass Hummer zwischen 60 und 100 Jahre alt werden können.” Quelle: Wikipedia
 
“Das Rotkehlchen kann die Stimmen seiner Artgenossen individuell erkennen. Bereits Jungvögel können die Stimmen anderer Vögel imitieren.” “… (es) können in ihrem Lied unter anderem Nachahmungen von folgenden Vögeln zu hören sein: Kohlmeise, Amsel, Trauerschnäpper, Blau-, Tannen-, Hauben- und Weidenmeise, Buchfink, Zilpzalp, Fitis, Heckenbraunelle, Goldammer, Feldlerche und Mönchsgrasmücke.”
“Ausgeflogene Junge betteln auch andere Vogelarten, bis zur Größe einer Amsel, um Futter an. Adulte Rotkehlchen füttern jedoch auch Junge von Amseln, Singdrosseln, Zaunkönigen, Waldlaubsängern, Fitissen, Grauschnäppern, Schwanz-, Blau- und Kohlmeisen.” Quelle: Wikipedia
 
Foto: Diamonddavej at en.wikipedia

Video zur Bazonnale: Afghanistan in Weimar

Mein Beitrag ist zu sehen bei 1’08’’ oder ausführlich hier… Mehr Videos mit Eröffnungsreden etc. auf dem Youtube - Kanal von Getmanpictures.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31.10.2010 zu sehen. Weitere Informationen unter http://www.bazonnale.de/.

20101016

Pinselablage Modell “Tetrapak”

Pinselablage Tetrapack (c) Naseen KilianiPinselablage Tetrapack (c) Naseen KilianiPinselablage Tetrapack (c) Naseen Kiliani

Bis vor kurzem habe ich meine Ölmalerei-Pinsel nach Gebrauch einfach stehend in Wasser gestellt – das funktioniert hervorragend, wenn man sowieso grobe, billige Pinsel benutzt und diese nicht ständig umständlich reinigen will. Im Zuge feinerer Arbeiten musste ich nach jeder Malaktion alle Pinsel reinigen. Sie in Terpentin zu hängen verursacht zu viel ungesunde Düfte; ich hängte sie in Olivenöl (ein Tipp von Dirk Schmitt). Die Pinsel halten aber in diesem Pinselwäscher mit Metallspirale, den ich mir leistete, nicht gut! Und der Platz war beschränkt. Ich brauchte eine Lösung, wo die Pinsel nicht rausrutschen können und gleichzeitig die Spitzen nicht verbogen werden: Modell “Tetrapak”. Hier ruhen die Pinselspitzen flach im Olivenöl und es funktioniert hervorragend. Eine Lösung auch für den kleinen Geldbeutel.

20101013

Portfolio Download (Stand: 11.10.2010)


Eine Zusammenstellung aktueller Bilder im .pdf-Format – hier klicken! Viel Spaß!
Die aktuellste Version des Portfolios ist immer in der oberen Navigationsleiste unter "Portfolio Download" zu finden.

20100929

Eine rare persönliche Notiz in Schriftform

Ich freue mich, dass mein Beitrag zur Afghanistan-Ausstellung in Weimar einen Ehrenplatz auf der Homepage der Bazonnale bekommen hat!! – Leider werde ich wahrscheinlich aus Gründen schlechter DB-Zugverbindungen nicht zur Vernissage am Samstag fahren können. Das versprochene afghanische Essen macht mich nämlich schon sehr an… ja sehr… Oder gibt es jemanden, der mitkommt und mit mir die Nacht durchmacht? Das wäre ein Spaß! Im Ernst!

Bazonnale screenshot - Naseen Kiliani

Ah, hier noch ein Artikel zur Bazonnale, den ich eben auf dem Kunstfreunde-Blog gefunden habe.

 
Tatjana Rienecker